Der Verein „Lübeck Partner“ e. V. bedankt sich ausdrücklich bei der Stadtverwaltung der Hansestadt Lübeck für die umfassende Beantwortung der Anfrage zu den städtepartnerschaftlichen Aktivitäten Lübecks (Vorlage – VO/2024/13471-01).

Die vorgelegten Informationen (und die Aktivitäten außerhalb der Stadtverwaltung) verdeutlichen eindrucksvoll die Vielfalt und Kontinuität der internationalen Beziehungen der Hansestadt – von kulturellen Begegnungen über wirtschaftliche Kooperationen bis hin zu Sports-, Bildungs- und Jugendaustauschprojekten. „Gleichzeitig zeigt die Vorlage auch die Herausforderungen auf, vor denen moderne Städtepartnerschaften heute stehen, insbesondere im Hinblick auf Sichtbarkeit, gesellschaftliche Verankerung und nachhaltige Aktivierung“, betont Mariya Reznikova, Co-Sprecherin des Vorstandes.
Aus Sicht von „Lübeck Partner“ bietet die Antwort eine wertvolle Grundlage, um die bestehenden Partnerschaften weiterzuentwickeln und für eine stärkere internationale Ausrichtung der Stadt zu setzen. Gerade in Zeiten globaler Vernetzung und leider diversen kriegereschen Handlungen, zunehmenden Hasses, wie Antisemitismus von links und rechts, meint der Verein, „dass der ‚kommunalen Außenpolitik‘ eine wachsende Bedeutung zu kommt – sowohl für die wirtschaftliche Entwicklung als auch für Wissenschaft und Kultur, für Austausch der Zivilgesellschaft“, so der Vorsitzende Spiridon Aslanidis. Die Antwort wurde letztens in der Sitzung des Vorstands besprochen. Über die vorliegenden Erkenntnisse wird weiter beraten.
Der Vereinsvorstand hat in der Vergangenheit in einer Klausurtagung ein Gedankenpapier entwickelt.
Dort wird u.a. vorgeschlagen Städtepartnerschaften mit Danzig, Odessa, Kawasaki und Malmö anzugehen. Dieses wurde den Fraktionen der BüHL z. V. gestellt: Lübeck hat das Potenzial, sich noch stärker international zu positionieren, meint der Verein. „Lebendige und zukunftsgerichtete Partnerschaftsarbeit kann wichtige Impulse für Wirtschaft, Hochschulen, Kultur und den gesellschaftlichen Zusammenhalt geben“, so der Sprecher. “ Dann haben wir auch ca. 67.000 Menschen aus 170 Ländern der Welt hier in Lübeck“.
Der „LübeckPartner“ versteht sich als Brückenbauer zwischen Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Hochschulen und Verwaltung. Er sieht in der Weiterentwicklung der internationalen Beziehungen eine gemeinsame Aufgabe aller Akteure vor Ort. Es gibt historische, kulturelle, wirtschaftliche u.a. Ansätze auch für ergänzende, neue Verbindungen: „Unsere Hochschulen sind international ausgerichtet sind. Die TH-Präsidentin ist sogar als DAAD-Vize aktiv. Auch viele Schulen sind international tätig, wie die Thomas-Mann , welche Verbindung zur Thomas-Mann-Schule in Prag hat, uvm.. All das ist mehr als Gold wert“, hält Aslanidis begeistert fest. Gerade in diesen Zeiten voll Krieg und Hass, „sollten wir perspektivisch um eine Verbindung z.B. mit Coventry, Nazareth, Jaffa/Tel Aviv-Yafo und St. Petersburg nachdenken“. Und auch mit der wahrscheinlich einzigen Stadt nach Lübeck mit sieben Türmen und den drei Abrahamitischen Religionen: Midyat, meint der Sprecher.
Abschließend spricht „Lübeck Partner“ allen Beteiligten seinen Dank für ihr Engagement aus und freut sich auf einen konstruktiven Dialog. Insbesondere bedankt er sich bei den Mitgliedern der Bürgerschaft, Frauen Siegenbrink und D’ Amico als auch bei Frau Schulte-Ostermann für ihre entsprechenden Anfragen.

