Deutsch-marokkanischer Austausch in Lübeck

Im Rahmen des Besuchs der Deutsch-Marokkanischen Vereinigung für Internationale Zusammenarbeit (DMV) in Lübeck trafen sich der Vorsitzende der DMV, Aniss Boumashouli,  sowie der Geschäftsführer der marokkanischen Volksbank, mit dem Vorsitzenden des Vereins LübeckPartner – Verein für Städtepartnerschaften und internationale Beziehungen e. V., Spyridon Aslanidis. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Möglichkeiten einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen zivilgesellschaftlichen Akteur:innen in Lübeck und Marokko.
Der Vorsitzende von LübeckPartner begrüßte die marokkanische Delegation mit Geschenken und sicherte die Unterstützung des Vereins bei zukünftigen gemeinsamen Projekten zu.
Stadtpräsident Henning Schumann (ganz rechts) mit dem Vorsitzenden des Vereins LübeckPartner e.V. Spyridion Aslanidis (Mitte Links) mit den Vertretern aus Marokko
Stadtpräsident Henning Schumann (ganz rechts) mit dem Vorsitzenden des Vereins LübeckPartner e.V. Spyridion Aslanidis (Mitte Links) mit den Vertretern aus Marokko.
Dabei betonte er die besondere Bedeutung der Zivilgesellschaft für das Gelingen internationaler Partnerschaften. Städtepartnerschaften würden einen wichtigen Beitrag zur internationalen Verständigung leisten und bürgerschaftliches Engagement diese mit Leben zu füllen und  demokratisch zu legitimieren.
Auch die bestehenden Kontakte zwischen Lübeck, der marokkanischen Stadt Essaouira und der französischen Stadt La Rochelle wurden als Ausgangspunkt für trilaterale Projekte genannt. Eine echte Besonderheit!
Das Treffen fand vor dem Hintergrund der historischen Beziehungen zwischen Marokko und den Hansestädten Norddeutschlands statt, die erneut in den Fokus gerückt sind. Erst vor kürzem hat der deutsche Außenminister Wadephul Marokko besucht und die Wichtigkeit des Landed für die deutsche Außenpolitik unterstrichen.
Dabei wurde hervorgehoben, dass die Verbindungen zwischen Marokko und Lübeck bis in das 16. Jahrhundert zurückreichen und auf einer langen Tradition wirtschaftlicher und kultureller Kontakte beruhen.
Beide Seiten wollen den begonnenen Dialog fortzuführen und konkrete Projekte identifizieren, die den Austausch zwischen den Menschen fördern. Auch sich für den Interkulturellen Austausch und gegen Antisemitismus in der Gesellschaft einzusetzen – da dieser stetig zunimmt.
Die Beteiligten zeigten sich überzeugt, dass die Zivilgesellschaft  –  insbesondere die jüngere Generation – eine entscheidende Rolle dabei spielen kann, nachhaltige und lebendige Partnerschaften zwischen beiden Ländern zu schaffen. „Bei so vielen aktuellen Kriegen und Feindseligkeiten werden dringend Friedens- und Freundschaftsprojekte gebraucht“, hielt Aslanidis die Quintessenz der Initiative fest.

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