Die „Stiftung Neue Musik-Impulse“ lud zu einem besonderen Neujahrsempfang ins ATLANTIC Grand Hotel Travemünde ein. Im Mittelpunkt stand das
Neujahrskonzert „Vive l’Amitié – An einem Tag im September“, das die deutsch-französische Freundschaft feierte und ihre Bedeutung für Europa ehrte.
Ein Festakt mit historischer Dimension!
Das Konzert erinnerte an die legendäre Freundschaft von Bundeskanzler Konrad Adenauer und dem Präsident Charles de Gaulle. Eine Freundschaft, welche die lange Feindseligkeit zwischen Deutschland und Frankreich überwanden und zur Realisierung der Europäischen Idee mit dem Élysée-Vertrag führte. Das betonte Bernd E. Jorkisch Honorarkonsul Finnlands und Doyen des schleswig-holsteinischen Konsularkorps in seiner bewegenden Pro-Europa Rede. Er schlug auch die Brücke zur Polen, da das Deutsch-Polnische Verhältnis ein Eckpfeiler der Europäischen Integration heute ist.
Künstlerischer Dialog und Europäische Vision.
Der Schauspieler Fabian Busch und der französisch Professor für Jazzkomposition am CNR in Paris, Pierre Bertrand (Saxophonist, Flötist, Komponist und Bigband-Leiter) gestalteten einen deutsch-französischen Dialog über Geschichte, Kultur, Musik und gemeinsame Werte.

Kuratoriumssitzung.
Vor dem Konzert fand eine Kuratoriumsversammlung im ATLANTIC Grand Hotel Travemünde statt, bei der das neue Projekt „Europa beginnt vor Ort – Deutsch-Französischer DemokratieDialog 2026“ vorgestellt wurde.
Der Geschäftsführer der Stiftung, Hans-Wilhelm Hagen, zeigte die umfangreiche Leistung und die Zukunftsperspektiven der Stiftung auf.
Prof. Dr. Axel E. Walter (Eutiner Landesbibliothek) gab seinem Vortrag über „Künstlermigranten in Paris um 1830“ einen tiefen Einblick in die Entwicklung Europas.
Die Europäische Solidarität, den Zusammenhalt gegen restriktive Kräfte im Laufe der Jahrhunderte und der Rolle Polens in diesem Rahmen. Das unterstrich die Teilnahme der Vertreterin der Republik Polen, sprich des Generalkonsulats für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg.
Zudem wurde das „CLASSICAL BEAT Festival 2026“ vom Geschäftsführer der Stiftung, präsentiert. Damit soll Frankreich im Kontext des Weimarer Dreiecks in den Fokus des Jahres 2026 gerückt werden.
Ein warmes Plädoyer für die Völkerverständigung hielt die Vize-Präsidentin der VDFG für Europa (der Europäische Dachverband der deutsch-französischen Vereinen), Sylvaine Mody (auch Vorsitzende des Städtepartnerschaftskomitees Oldenburg – Blain), vor dem versammelten Kuratorium. Unterstützung kam von Ehrengästen, wie von Spiridon Aslanidis (Vorstandssprecher von „LübeckPartner“ und Vorsitzender der Deutsch-Griechischen Gesellschaft zu Lübeck): „Wir brauchen mehr Freundschaften und interkulturellen Austausch, um Hass und Feindseligkeit in Lübck, in Europa und auf der Welt zu überwinden.“
Das Facetten reiche Neujahrskonzert „Vive l’Amitié“ im Ballsaal des ATLANTIC Grand Hotel Travemünde erhielt immerwieder den herzlichen Applaus des begeisterten Publikums! Das Konzert machte den Geist des Élysée-Vertrags erlebbar und setzte ein Zeichen für Europäische Verständigung: „Wir haben so viele Kriege, so viel Töten und Zerstören in Europa erlebt. Ein Vereinigtes Europa ist der Weg daraus. Auf kommunaler Ebene können bestehende und neue Partnerschaften ihren positiven Beitrag dazu leisten“, so Aslanidis. „Hier denken wir an La Rochelle und Kotka, als auch an mögliche Partnerschaft neues Typs mit Odessa und Danzig, auch wenn unsere aktuelle Finanzlage schwierig ist“. „LübeckPartner“ ist überzeugt, dass das eine neue Dynamik erzeugen und weitere Gruppen der Zivilgesellschaft in Lübeck aktivieren und einbinden würde.
Auch Mariya Reznikova (Co-Vorstandssprecherin vom „LübeckPartner“ und Vorsitzende der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft DACH) unterstrich die Bedeutung diesen Aspektes als auch die Europäische Solidarität. Eine Solidarität, welche manche humanitäre Katastrophe gelindert hat und den Grundstein für friedliches Zusammenleben in Europa legte resp. legen kann.

